


Anlässlich des Beethovenfests Bonn 2010 sehen Sie in unserem Schaufenster eine Ausstellung zu dem diesjährigen Thema
17.12.1770 getauft in Bonn, der genaue Tag der Geburt ist nicht zweifelsfrei festzustellen. Die Familie stammt aus den Niederlanden, der Großvater wurde am 5.1.1712 in Mecheln geboren und übersiedelte als Hofmusikus nach Bonn. Sein Sohn Johann, Vater von Ludwig van Beethoven, ist ebenfalls Hofmusiker.
1774 Erste Musikunterweisung durch den Vater.
1778 Erstes öffentliches Auftreten in einem Kölner Akademiekonzert.
1782-1783 Unterricht bei Christian Gottlob Neefe, erste Kompositionen. Veröffentlichung der Kurfürsten-Sonaten.
1784 Wahl des Erzherzogs Maximilian Franz, des jüngsten Sohnes der Kaiserin Maria Theresia, zum Kurfürsten von Köln. Ernennung Beethovens zum zweiten Hoforganisten.
1787 Im April Aufenthalt in Wien, Besuch bei Mozart.
1790 Bekanntschaft des Grafen Waldstein im Hause der Hofrätin von Breuning, deren Kindern Eleonore, Stephan, Christoph und Lorenz er Klavierunterricht gibt.
1792 Zweite Reise Beethovens nach Wien. Unterricht bei Haydn und Salieri. Entstehung des Streichtrios op. 3.
1793 Mit Haydn beim Fürsten Esterházy in Eisenstadt.
1794 Haydn reist nach London. Unterricht bei Albrechtsberger.
1795 Veröffentlichung des ersten Klaviertrios.
1796 Im Februar Reise nach Prag, Dresden, Leipzig und Berlin. Dort Begegnung mit dem Preußischen König und dem Prinzen Louis Ferdinand sowie mit Konrad Zelter.
1798 Erste Anzeichen er beginnenden Taubheit.
1800 Erste eigene Akademie am 2. April. Entstehung der ersten Sinfonie und des Septetts op. 20.
1801 Die Geschöpfe des Prometheus im Hofburgtheater am 28. März uraufgeführt. Im Juni stirbt Kurfürst Maximilian Franz.
1802 Carl Czerny und Ferdinand Ries werden Schüler Beethovens. Im "Heiligenstädter Testament" äußert sich Beethoven zu dem Schicksal der langsamen völligen Ertaubung.
1803 Am 5. April Akademiekonzert zum eigenen Benefiz. Die zweite Sinfonie entsteht, ebenso das dritte Klavierkonzert und die Kreutzer- Sonate. Schikaneder erbittet eine Oper von ihm.
1804 Beginn des Unterrichts des Erzherzog Rudolfs. Komposition an der Eroica.
1805 Bekanntschaft mit Cherubini und dem Abbé Vogler. Am 7. April UA der Eroica. Am 20. November erste Fassung des Fidelio.
1806 Zweite Fassung des Fidelio, am 23.12. UA des Violinkonzerts.
1807 Subskriptionskonzerte beim Fürsten Lobkowitz. Das vierte Klavierkonzert entsteht, ebenso die vierte Sinfonie und die Coriolan- Ouvertüre.
1808 Entstehung des Tripelkonzerts. Im Dezember große Akademie mit Aufführung der fünften und sechsten Sinfonie und Teilen der
Messe op. 86.
1809 Napoleons Truppen beschießen Wien. Tod Haydns und Albrechtsbergers. Das fünfte Klavierkonzert entsteht, ebenso das Streichquartett op. 74.
1810 Heiratspläne mit Therese Malfatti. UA der Musik zu Egmont am 15. Juni. Bekanntschaft mit Bettina Brentano.
1811 Sommeraufenthalt in Teplitz, Brief an Goethe.
1812 Zweiter Besuch in Teplitz, Bekanntschaft mit Goethe. Komposition der siebten und achten Sinfonie. Aufenthalt in Linz bei seinem Bruder Johann.
1813 Bekanntschaft mit den Komponisten Moscheles und Meyerbeer. Aufführung von Wellingtons Sieg und der neuen Sinfonien. Tod seines Gönners Kinsky. Überarbeitung des Fidelio (dritte Fassung). Tod seines großzügigen Förderers, des Fürsten Lichnowskys.
1815 Konzerte während des Wiener Kongresses. Tod des Bruders Karl und Übernahme der Vormundschaft seines Neffen.
1816 Prozess um die Vormundschaft für seinen Neffen. Tod des Fürsten Lobkowitz, eines weiteren Gönners. Entstehung des Liederkreises An die ferne Geliebte.
1817 Besuch des Komponisten Marschners bei Beethoven. Bekanntschaft mit Franz Grillparzer. Fertigstellung der Quintettfuge op. 137.
1818 Der englische Klavierhersteller Broadwood schenkt Beethoven einen Flügel. Entstehung der Schottischen Lieder.
1819 Völlige Taubheit Beethovens. Zu Gesprächen muss er jetzt die "Konversationshefte" benutzen. Schindler wird sein Assistent. Beginn der Komposition der Missa solemnis. Bitte Diabellis um eine Variation seines Walzers.
1820 Der Vormundschaftsprozess wird zu Beethovens Gunsten entschieden. Weitere Komposition an der Missa solemnis, die er dem Verleger Simrock zum Druck anbietet.
1821 Entstehung der Klaviersonate op 110.
1822 Bekanntschaft mit Rossini und Weber, dessen Freischütz 1821 in Berlin mit überwältigendem Erfolg uraufgeführt wurde. UA der Ouvertüre Die Weihe des Hauses zur Eröffnung des Josefstädter Theaters in Wien am 3. Oktober.
1823 Vollendung der Missa solemnis und der Diabelli-Variationen.
1824 Am 7. Mai große Akademie mit Aufführung der der neunten Sinfonie und Teilen der Missa solemnis. Veröffentlichung der Missa solemnis durch den Schott-Verlag, Mainz.
1825 Aufführung der neunten Sinfonie durch Ries in Aachen. Aufführung der Quartette op. 127 und 132 durch Schuppanzigh und Böhm.
1826 Selbstmordversuch des Neffen. Planung einer zehnten Sinfonie. Nachlassende Gesundheit.
1827 Leberzirrhose, die in vier Eingriffen vergeblich behandelt wird. Zahlreiche Freunde besuchen den schwerkranken Komponisten, darunter auch Franz Schubert. Die Missa solemnis erscheint im Druck.
26.3.1827 Beethoven stirbt am späten Nachmittag des 26.3. in Wien.
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