


Vom Umgang mit der Trauer |
||
| Bestattungshaus Kentrup eröffnet in Bonn-Beuel ersten Funeral-Store | ||
| „Jeder Augenblick im Leben ist ein Schritt zum Tode hin", sagt der Dichter und beschreibt eine Wahrheit, der sich der moderne Mensch des 21. Jahrhunderts nur ungern und zögerlich stellt. Manchmal freilich muss er sich der Konfrontation mit dem Tod stellen - etwa im November, wenn das Thema turnusmäßig in den Medien stattfindet. Oder wenn jemand in der Familie, im Freundes-, Kollegen- und Bekanntenkreis oder in der Nachbarschaft stirbt. Und dann ist oft Unsicherheit das beherrschende Gefühl: Wie soll man mit den engsten Hinterbliebenen umgehen? Wie das Andenken an den Verstorbenen würdig bewahren? Und wie die eigene Trauer angemessen verarbeiten? | ||
| Auf solche und ähnliche Fragen, mit denen er in seinem Berufsalltag ständig zu tun hat, versucht der Bestattermeister Werner Kentrup eine unkonventionelle Antwort zu geben. Zusammen mit seiner Frau Editha Kentrup-Bentzien, die eine Zusatz-Qualifikation als Trauerbegleiterin hat, eröffnen sie in ihrem Bestattungshaus am Konrad-Adenauer-Platz den ersten Funeral-Store in Deutschland, in dem sie Abschieds-, Trost und Gedenkartikel anbieten. | ||
| Das Sortiment ist ebenso kenntnisreich wie liebevoll ausgewählt: Alle Produkte sind qualitativ hochwertig, ganz gleich ob es sich um eine ausgewählte Kondolenzkarte handelt oder um ein professionell gestaltetes Kunstwerk, das den Angehörigen bleibenden Trost und eine zeitlose Erinnerung an den Verstorbenen spenden kann. Weitere Schwerpunkte im Angebot sind Trost- und Trauerliteratur, Ikonen und Rosenkränze, Kerzen, Kreuze und Engel. Besonders anrührend sind die nicht nur für Kinder gedachten Trostteddys. | ||
| Das gesamte Angebot wurde vom Ehepaar Kentrup unter dem Leitgedanken zusammengestellt, dass möglichst jeder Trauernde - unabhängig von Alter, Herkunft und Weltanschauung - etwas ganz Individuelles finden kann, das dem eigenen Verhältnis zu dem Verstorbenen gerecht wird. Ebenso verstehen sie den Funeral-Store aber auch als Angebot, sich unabhängig von einem aktuellen Todesfall über das Thema Tod und Trauer zu informieren. | ||
| Um mögliche Berührungsängste von Anfang an nicht aufkommen zu lassen, laden Editha und Werner Kentrup am Samstag, 31. Oktober von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr alle Interessierten und Neugierigen ein, sich in dem neuen Geschäft umzusehen. Am Sonntag, 1. November (Allerheiligen) findet ebenfalls in den Räumen am Konrad-Adenauer-Platz von 11.00 Uhr bis 16.00 Uhr eine kleine Ausstellung mit dem Titel: „Engel - Mittler und Wegbegleiter" statt, in der eine Brücke geschlagen wird vom November bis in die Weihnachtszeit. (gk) |
Billigangebote für Bestattungen – was steckt dahinter?
12.08.2009
Ein Trauerfall kommt oft unerwartet und meist zum falschen Zeitpunkt. Dann müssen plötzlich wichtige Entscheidungen innerhalb kürzester Zeit getroffen werden. Und wer ist darauf schon wirklich gut vorbereitet? Deshalb brauchen die meisten Menschen eine kompetente Beratung, denn eine Bestattung gehört – glücklicherweise – nicht zu den alltäglichen Aufgaben der Angehörigen, auch wenn sie für die Bestattung und die damit verbundenen Kosten verantwortlich sind. Seit der Streichung des Sterbegeldes bei den gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2004 sind die Bestattungskosten für viele, gerade ältere Menschen ein Problem. Da wirken die Angebote von so genannten Discount- oder Billigbestattern verlockend. Komplettpakete werden mit unschlagbar niedrigen Preisen beworben. Die Stiftung Warentest hat einmal genauer hingeschaut und einige dieser Anbieter getestet, um herauszufinden, ob es möglich sein kann, eine komplette Beisetzung inklusive Trauerfeier und aller Gebühren für 599 Euro zu bekommen.
Versteckt im Kleingedruckten
Das Ergebnis ist ebenso eindeutig wie ernüchternd: Hinter dem Angebot verstecken sich im Kleingedruckten oft weitere Kosten – beispielsweise für Überführung oder Kremation, die zu dem beworbenen Preis noch hinzukommen. Deshalb ist das eindeutige Fazit: entscheidend ist ein Kostenvoranschlag, in dem die Leistungen detailliert und vollständig aufgeführt werden, damit der Kunde vor der Erteilung des Auftrags weiß, was ihn nach der Durchführung erwartet. Die Tester der Stiftung Warentest haben herausgefunden, dass eine anonyme Bestattung ohne Trauerfeier in Tschechien inklusive der Gebühren etwa soviel kostet wie die Beisetzung mit einer Trauerfeier durch einen qualifizierten Bestatter auf einem nahegelegenen Friedhof in Deutschland. Ob eine aggressiv auf den Preis fokussierte Marketingstrategie seriös ist, ist fraglich. Denn nur wer sich einmal mit dem Thema Bestattungsvorsorge beschäftigt hat, weiß, worauf es bei einer würdevollen Beisetzung wirklich ankommt. Und das sind im Zweifelsfall nicht immer Fragen des Preises, sondern des Wertes, der durch die Auswahl der passenden Trauermusik, eines geeigneten Trauerredners oder auch individueller Abschiedsrituale zum Ausdruck gebracht werden können.
Seriöse Anbieter
Die meisten Menschen wissen nicht, was sich hinter den Billigangeboten verbirgt. Der Bundesverband Deutscher Bestatter rät, sich bei seriösen Anbietern von Bestattungsvorsorgen zu informieren, um sich ein realistisches Bild zu machen, welche Kosten bei einer Bestattung wirklich anfallen und wie sinnvoll für die eigene Bestattung vorgesorgt werden kann. Das Kuratorium Deutsche Bestattungskultur GmbH und die Deutsche Bestattungsvorsorge Treuhand AG bieten hierfür geeignete Lösungen an. Vorsorgeverträge müssen Alter, Vermögenssituation und besondere Wünsche – wie Bestattungsart, Grabmal oder auch Grabpflege – individuell berücksichtigen. Dabei sind monatliche Raten ab fünf Euro möglich, wenn man sich rechtzeitig mit dem Thema befasst. Wofür geben wir unüberlegt fünf Euro im Monat aus? Und das soll uns die eigene Beisetzung nicht wert sein?
Sorgen Sie vor – informieren Sie sich und schützen Sie sich und Ihre Angehörigen.
(Dr. Kerstin Gernig,Kuratorium Deutsche Bestattungskultur e.V., Volmerswerther Str. 79,40221 Düsseldorf)
August 2009
Schaufensterdekoration in unserer Filiale Bonn-Beuel, Konrad-Adenauer-Platz 25.
ZITATE
1. Requiescat in pace (R I P) Ruhe in Frieden
2. Fac ea moriens, facte fuisse velis. (C. F. Gellert 1766)
Tu das, was du im Moment deines Todes getan haben willst.
3. Denn hinderlich, wie überall, ist hier der eigene Todesfall. (Wilhelm Busch)
4. Das Licht ist die Speise der Toten. (Unbekannter Autor)
5. Dum spiro, spero. Solange ich atme, hoffe ich.
6. Herr, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. (Psalm 90)
7. Ich höre auf zu leben, aber ich habe gelebt. Goethe, Egmont
8. Gib uns Deinen Frieden Herr, an dem Tag, der keinen Abend kennt. Augustinus
9. Der Tod ist die letzte Begrenzung des Lebens. Horaz
10. Der Tod ist nichts Schreckliches; nur die fürchterliche Vorstellung vom Tode macht ihn furchtbar. Epiklet
11. Ein schöner Tod ist die unerlässliche Ergänzung zu einem schönen Leben, und die Wiedergutmachung eines bösen. Henry Bordeaux
12. Der Tod ist gewiss, doch ungewiss die Stunde. Mors cetra, hora incerta.
13. Aufgelöst und gestillt wird durch die Tränen der Schmerz. Ovid
14. Tod ist ewiger Schlaf.
15. Der Tod ist ein stiller Mann, aber er bezwingt jeden.
16. Der Tod ist nicht für schlimm zu achten, dem ein gutes Leben vorangegangen. Augustinus
17. Der Tod entbindet von erzwungenen Pflichten. Schiller, Wilhelm Tell
18. Der Tod ist uns so nahe, dass sein Schatten stets auf uns fällt. Geiler von Kaysersberg
19. Warm ist das Leben, kalt ist der Tod. Alter Spruch
20. Schnell reitet der Tod. Emanuel Geibel
21. Was soll der fürchten, der den Tod nicht fürchtet. Schiller, Die Räuber
22. Es ist ungewiss, wo der Tod uns erwartet, erwarten wir ihn überall. Michel Montaigne
23. Arm oder reich, der Tod macht alle gleich.
24. Wer den Tod fürchtet hat das Leben verloren. Johann Gottfried Seume
25. Gegen den Tod ist kein Kraut gewachsen.
26. Rasch tritt der Tod den Menschen an, es ist ihm keine Frist gegeben. Schiller, Wilhelm Tell
27. Der, den der Tod nicht weiser macht, hat nie mit Ernst an ihn gedacht. Christian Fürchtegott Gellert
28. Jeder Schritt im Leben ist ein Schritt dem Tode entgegen. Christian Delavigine
29. Was fürchtest du den Tod, Väterchen? Es hat ja noch keiner erlebt, dass er gestorben ist. Russisches Sprichwort
30. Memento Mori!
31. Der Geschmack des Todes ist auf meiner Zunge, ich fühle etwas, das nicht von dieser Welt ist. Mozart
32. Uns alle erwartet die eine Nacht, und einmal müssen wir den Weg des Todes beschreiten. Horaz
33. Zweimal sieht kein Mensch die Todesufer. Schiller
34. Auf eine Weise werden wir geboren, auf tausendfache sterben wir.
35. Mit Toten führe ich keinen Krieg. Karl V
36. Die Toten stehen nicht mehr auf. Schiller, Don Carlos
37. Jeder stirbt, der eine ist vorbereitet, der andere verzweifelt. Anatoli Szcmecki
38. Der Tod wartet nicht, er kommt, auch vergisst er keinen - ein zuverlässiger Freund. E. A. Deus
39. Ein Leben, ein Tod, eine Chance. Andy Warhol
40. Ob tot oder lebendig, es wird immer interessant. Brutus Meier-Sesaam
41. Hätte ich jemals auch nur ein Gedanken an das Sterben verschwendet, dann wäre ich es schon. General Pilsudski
42. Der Tod ist unvermeidbar, es lohnt sich also nicht einen Gedanken daran zu verschwenden. Bernhard von Saam
43. Ich fürchte den Tod nicht, ich erwarte ihn, er wird mich nicht überraschen. Leif G. Frederiksen
44. Die Sorge um die Hinterbliebenen ist für den Sterbenden grausamer als das Sterben.
45. Abschied - Abschied für immer - ohne Rückkehr - derjenige, der es nicht kennt, wird es kennen lernen.
46. Der Tod ist nichts Fürchterliches, der Mensch macht ihn sich selbst fürchterlich.
47. Sterben ist eine ziemlich alte Geschichte, und darum auch völlig uninteressant.
Juli 2009: TOP-Magazin Bonn (Ausgabe 8 / Sommer 2009) zur Schaufensterdeko in Beuel
"ENGEL-ÜBERMENSCHLICHE WESEN UND HELFER BEIM ÜBERGANG IN EINE ANDERE WELT" (von Jürgen Bruder)
Jedem von uns ist bewusst, dass zum Leben unweigerlich irgendwann der Tod gehört. Aber allein die Konfrontation mit dem Thema löst bei vielen Menschen ein Gefühl der Bedrückung aus. Wer sich als betroffener Angehöriger akut in der Situation befindet, braucht bei der Bewältigung seiner Nöte, Ängste, Sorgen und der damit verbundenen Trauerarbeit sehr einfühlsamen Umgang..
Das Bestattungshaus Hebenstreit und Kentrup legt bei sich selbst höchste Maßstäbe an, um Familie und Freunden eines Verstorbenen bei den Bestattungsvorbereitungen zur Seite zu stehen.
Ein ausgeklügeltes Qualitäts-Management-System hat inzwischen auch im Bestattungswesen für Standards gesorgt, die (bei aller Emotionalität) Unterschiede zwischen den Betrieben deutlich sichtbar machen. Hebenstreit und Kentrup sind zertifiziert. Auf diese Weise ist es nicht nur fühl-, sondern auch messbar, dass Hinterbliebene hier hervorragend beraten werden. Dieses Plus gegenüber anderen Unternehmen in der Branche ist hart erarbeitet. Editha Kentrup-Bentzien und Werner Kentrup wollen Vertrauen schaffen und die Schwellenangst vor einem Bestattungshaus nehmen. Die Beueler Filiale eignet sich mit ihrer Schaufensterfront und dem großzügigen Ausstellungsraum ganz besonders für thematisch wechselnde Dekorationen. Engel als Behüter und Beschützer helfen dabei, eine offene und tröstliche Atmosphäre zu schaffen. Gespräche über die notwendigen Vorbereitungen einer Beisetzung lassen sich in dieser Umgebung leichter führen.
Durch interessante Dekorationen werden Passanten zum Stehenbleiben und Betrachten der Exponate animiert. Berührungsängste entstehen gar nicht erst, wenn liebevolle Gestaltung Neugier weckt. Dann kommt der nächste Schritt, auch noch einen Blick in den Innenraum zu werfen, ganz von alleine. Spätestens in diesem Moment wird deutlich, dass Särge durchaus auch etwas kunstvolles haben, beispielsweise die handwerklich hochwertigen italienischen Exemplare. Dieser "Blick durch das Fenster" hilft dabei, das Thema Tod zu enttabuisieren.
Hebenstreit und Kentrup bietet nicht nur die Organisation der Trauerfeierlichkeiten und der Sarg-, Urnen- oder Seebestattung an, sondern ebenfalls bei der Bewältigung aller amtlichen Dokumente.
Auch bleibende Erinnerungen können die Angehörigen in Auftrag geben: beispielsweise einen vergoldeten Fingerabdruck, gefasst zu einem Schmuckstück. Oder ein Diamant - gepresst aus der Asche des Verstorbenen - macht Vergänglichkeit unvergänglich und ganz besonders wertvoll.
Nach der Beisetzung ist das Team um Editha Kentrup-Bentzien und Werner Kentrup - wenn gewünscht- weiterhin für die Hinterbliebenen da - bei der Trauerarbeit und sogar bei der Nachlassregelung.
8. Mai 2009
Markenzeichen des Bundesverbandes Deutscher Bestatter e. V. nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert
Mit der Urkundenübergabe durch die LGA Intercert, einem Unternehmen des TÜV Rheinland, wurde die Zertifizierung des Markenzeichens am 24. April 2009 erfolgreich abgeschlossen. Damit wird allen, die im Trauerfall und für die Bestattungsvorsorge die kompetente Unterstützung eines qualifizierten Bestatters suchen, eine objektive Entscheidungshilfe bei der Auswahl des Bestatters angeboten.
Das Markenzeichen des Bundesverbandes Deutscher Bestatter e. V. blickt auf eine mehr als 50-jährige Tradition zurück. Erstmals wurde es 1952 an Bestatter verliehen, die über eine besondere Qualifikation verfügten. Der Anspruch an das Markenzeichen führte dazu, dass das Niveau der Anforderungen stetig angehoben wurde. Heute ist es erforderlich, dass neben einer abgeschlossenen Ausbildung zur Bestattungsfachkraft, zum Geprüften Bestatter oder Bestattermeister besondere persönliche, fachliche und betriebliche Voraussetzungen vorliegen, damit das Markenzeichen geführt werden darf. Dies garantiert eine fachlich einwandfreie Dienstleistung zu fairen und angemessenen Preisen.
Aufgrund des eigenen Anspruchs an die Dienstleistung, das hohe Niveau und die ständige Qualitätsverbesserung strebten die Mitgliedsunternehmen, die berechtigt sind, das Markenzeichen zu führen, die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2008 an. Dies ist der weltweit bekannteste Standard für Managementsysteme und Qualitätskontrolle. 837 Bestattungsunternehmen, die berechtigt sind, das Markenzeichen zu führen, sind im Rahmen einer Matrixzertifizierung nunmehr zertifiziert. Dies bedeutet, dass sie ein entsprechendes Qualitätsmanagementsystem eingeführt haben und einer ständigen Kontrolle durch geschulte Prüfer unterliegen.
Die Zertifizierung ist besonders hochwertig und für die Auswahl des Bestatters aussagekräftig, weil sie nicht nur die DIN EN ISO 9001:2008, sondern auch die DIN EN 15017 - Bestattungsdienstleistungen - und die Satzung zum Markenzeichen des Bundesverbandes Deutscher Bestatter e. V. mit den dort niedergelegten strengen Anforderungen zugrunde legt. Beispielsweise werden besondere Ansprüche an die fachliche und persönliche Qualifikation des Bestatters und seiner Mitarbeiter, die unaufgeforderte Erteilung eines Kostenvoranschlages, aber auch unmissverständliche Vorschriften zum Umgang mit Geldern im Bereich der Bestattungsvorsorge gesetzt.
Angehörige eines Trauerfalles und Vorsorgende können sicher sein, dass sie bei einem Bestatter, der das Markenzeichen führt und zertifiziert ist, eine qualitativ hochwertige Beratung und Betreuung erhalten. Dies ist umso wichtiger, da es keinerlei Zugangsvoraussetzungen für die Ausübung des Bestatterberufes gibt. Die zertifizierten Bestattungsunternehmen können unterwww.bestatter.de oder www.memoriam.de abgerufen werden.
17. Februar 2009
Schaufensterdekoration in unserer Filiale Bonn-Beuel, Konrad-Adenauer-Platz 25:
Italienisches Design
Das italienische Desing hat weltweit den Ruf anspruchsvolle Kunst, erstklassiges Handwerk und eine ganz besondere Lebensfreude zu vereinen.
Diese Kunst hat ihren Ursprung mit Sicherheit schon im antiken Rom. Den Herrschern dieser Weltmacht war es durch ihre Reichtümer möglich, die besten Künstler und die begnadetsten Handwerker auch mit der Herstellung simpler Alltagsgegenstände zu beauftragen. Spätestens seit der Renaissance hat das italienische Design seinen weltumspannenden Siegeszug angetreten. Der normale Verbraucher im einundzwanzigsten Jahrhundert verbindet mit italienischem Design in erster Linie Mode, Automobile und eventuell hochwertige Küchen- und Haushaltsutensilien.
Aber das italienische Design hat auch schon seit vielen Jahren Einzug in den Bereich hochwertiger Bestattungsgefäße gehalten, d.h. Särge und Urnen. Die italienischen Bestattungsgefäße zeichnen sich durch einzigartige Hölzer und eine kaum zu übertreffende handwerkliche Qualität aus.
2. Dezember 2008
Schaufensterdekoration in unserer Filiale Bonn-Beuel, Konrad-Adenauer-Platz 25:
Ein Totentanz - Gemäldezyklus von Gina Preedy, Dortmund, November 1998
Dem natürlichen Tod kann keiner entrinnen, deshalb mahnt der mittelalterliche Totentanz mit seinem Memento mori (Bedenke, dass du sterben musst) zu rechtzeitiger Reue und Buße; dem unnatürlichen Tod entkommt man offensichtlich erst recht nicht, wie die Geschichte zeigt: Es sind menschliche Untaten, die Qual und Elend, Zerstörung, Terror und Massenvernichtung hervorbringen. Macht- und Geldgier führen zu Unterdrückung, Krankheit, Krieg, Missbrauch und immer wieder zum gewaltsamen Tod. Es ist nicht Gottes Plan, der hier wirkt, allein der Mensch tyranisiert den Menschen. Entstanden ist der Totentanz vermutlich unter dem Eindruck des Massensterbens am "Schwarzen Tod", der Pest, um die Mitte des 14. Jarhunderts, wohl aus einer Verbindung der Legende von den drei Lebenden und den drei Toten mit der volkstümlichen Vorstellung, dass die Toten um Mitternacht auf dem Kirchhof tanzen. In der Bildenden Kunst ist der Totentanz meistens die Darstellung einer Figurenreihe in Reigenform, bei der immer eine als noch lebend charakterisierte Person und ein Toter (verwesender Leichnam) bzw. ein Tod (Skelett) miteinander abwechseln. In der Regel sind die lebenden Figuren als Angehörige der verschiedenen weltlichen und geistlichen Stände gekennzeichnet, die Toten oder Tode nehmen eine mehr oder weniger bewegte Tanzstellung ein. Der zugehörige und fast allen Darstellungen beigefügte Text hat in Rede und Gegenrede die Aufforderung des Todes zum Mitkommen und das Widerstreben der Lebenden zum Inhalt. Die Totentanzdarstellungen nördlich der Alpen zeigen den Tod als den großen Gleichmacher, der alle Unterschiede zwischen den Mächtigen und den Machtlosen aufhebt: Seite an Seite mit Bettlern und Aussätzigen sind Päpste, Kaiser und Könige den Höllenqualen ausgesetzt. In der Monumentalmalerei (Medium Wandgemälde) ist der Totentanz als nicht eigentlich kirchliches Bildthema meistens in Nebenkapellen und Vorhallen sowie an Baulichkeiten der Friedhöfe, auch in Kreuzgängen dargestellt worden.
Die Legende von den drei Lebenden und den drei Toten
Noch vor 1350 malte ein unbekannter Meister auf die Wand des Campo Santo in Pisa ein Fresko vom Triumph des Todes: Drei prächtig gekleidete junge Leute stoßen während der Jagd auf drei Särge, in denen sie selber als verwesende Leichen liegen. Auch in diesem Bild findet sich wieder ein Textelement, weil nach mittelalterlichem Verständnis Text und Bild notwendig zusammengehören.
Der Tod und das Mädchen
Hier handelt es sich um eines der klassischen Totentanzpaare mit der Botschaft, dass der Tod auch Jugend und Schönheit nicht verschont. In der bildenden Kunst ist dieses Motiv bis in unser Jahrhundert sehr verbreitet und hat Künstler zu erotischen, bisweilen obszönen Darstellungen angeregt. Wir sehen hier als Mittelachse wiederum ein Holz, das in einen pastosen Untergrund eingearbeitet ist. Auf diesem "Kreuzesstamm" befinden sich Holzkeile, die an die Wirbel einer Bassgeige, eine skelettierte Wirbelsäule oder auch nur an den geflochtenen Zopf des Mädchens links erinnern. Die Vergissmeinichtblüten aus ihrem Kranz (Symbol der Unschuld) schweben einzeln an den Wirbeln bis zum Kreuz hinauf, eine Blume steckt an der Spange ihres Zopfes. Auf dem unteren Teil des Holzes wendet sich ein rotes Skelett grinsnd dem Mädchen zu, links davon erscheint ein nackter weiblicher Torso aus dem Hintergrund. Rechts beklagt eine schreiende Gestalt (die Mutter?) den Zugriff des Todes.
Nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer
Machtstreben und krasser Materialismus haben zu allen Zeiten die Stärkeren angetrieben, den Schwächeren ihren Lebensraum und ihren Besitz wegzunehmen. Verbrämt wurde dieses Tun mit Heuchelei, nämlich Missioniesierung und Verbreitung der sogenannten Segnungen der Zivilisation. Die weißen Einwanderer haben die indianischen Ureinwohner vertrieben, mit Alkohol zugrundegerichtet und getötet. Vor dem angedeuteten Hintergrund der Prärie, des Flusses, der Felder und Wälder ist ein verfaulter Indianerkopf zu erkennen, unbestattet, achtlos liegengelassen als willkommene Beute für Aasfresser.
Soldatenfriedhof
In Belgien und Nordfrankreich kann man die endlosen, monotonen Soldatenfriedhöfe des ersten Weltkrieges sehen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit wurden chemische und biologische Massenvernichtungswaffen eingesetzt, so viele Tote in so kurzer Zeit hatte es nie zuvor gegeben. Ein Sekelett posiert hier als Kriegsdenkmal vor einem grünen Schlachtfeld, das mit menschlichem Fett und Wachsleichenresten durchzogen ist. Es ist baldachinartig blutrot gekrönt, unten durch einen ebenso gebogenen Sockel abgeschlossen. Die roten Denkmalselemente tragen den zynischen Schriftzug "Dulce et decorum est pro patria mori" (Süß und ehrenvoll ist es, für das Vaterland zu sterben). Der Soldatenfriedhof ist durch Fliesenkreuze aus Kunststoff (ein Massenprodukt!) angedeutet, um Anonymität und Banalität und Sinnlosigkeit einens solchen Sterbens zu betonen.
Die Untoten I
Im Mittelalter war neben der Legende von den drei Lebenden und den drei Toten die volkstümliche Vorstellung verbreitet, dass die Toten um Mitternacht auf dem Friedhof tanzen, und zwar in vielerlei Ausformungen: Als Skelette, als verwesende Leichen, als Gespenster, Teufel und Hexen, als Masken und Fratzen, die die Lebenden erschrecken und sie einladen, ihnen zu folgen. Man denke auch an die Mode der Halloween-Bräuche. Das Bild zeigt in der Mitte einen massiven Rahmen als "todsicheres" Grab, das sich öffnet und den Schriftzug MEMENTO MORI freigibt. Umgeben ist dieses Grab/Sarg von vier Skeletten (in der christlichen Zahlensymbolik meint die Zahl Vier die irdische Dimension, die vier Himmelsrichtungen, die vier Jahreszeiten, auch vier Enden des Kreuzes und die vier Evangelisten). An den Rändern und in den Ecken drängen sich die teilweise noch sehr lebendigen Untoten, die keine Ruhe finden. Der Rahmen kann auch als Spiegel und damit als barocke Vanitas-Allegorie (Vergänglichkeit, Vergeblichkeit, Eitelkeit) gedeutet werden.
Holocaust II
Der siebenarmige Leuchter, die Menorah, ist ein jüdisches Kultgerät, für Christen das Symbol des Judentums. Dem Alten Testament zufolge ließ ihn Moses auf Gottes Geheiß anfertigen, später stand er im Tempel zu Jerusalem, bis ihn Titus als eines der kostbarsten seiner Beutestücke nach der Eroberung Jerusalems nach Rom bringen ließ (siehe dort Relief auf dem Triumphbogen des Titus). Das Bild zeigt eine prächtige Menorah auf einem brüchigen, farblich dissonanten Hintergrund, darüber eine furchtbare, wie ein Schild aufgebrachte Inschrift: "Der Tod ist ein Meister aus Deutschland" (ein Zitat aus dem Werk "Todesfuge" des Schriftstellers Paul Celan). 1618 - 1648 Europa feierte im Herbst 1998 das Ende des Dreißigjährigen Krieges vor 350 Jahren durch den Friedensvertrag von Münster und Osnabrück. Gewiss ist es legitim, den runden Jahrestag eines Friedensschuss zu zelebrieren, jedoch nicht ohne die Erinnerung und das Bewusstsein der Greuel, mit denen dieser Territorial- und Religionskrieg die Völker unseres Kontinens in Armut und Elend und Trauer gestürzt hat. Das Bild zeigt an einem Baum aufgehängte Menschen, ob Heerführer, Soldaten, Zivilisten ist nicht zu erkennen. In der Mitte ist eine quadratische Holzplatte aufgebracht, auf der ein Vogelgesicht, eine Lanze und zwei Landsknechtstrommeln zu sehen sind. Die beiden großen Gehenkten links weisen bereits einen skelettierten Fuß und eine skelettierte Hand auf, offenbar waren hier schon Krähen und Raben am Werk. Rechts hinter dem Bild im Bild schaut ein großer Schädel hervor, dessen Kopfrundung der Schriftzug "cuius regio, eius religio" (was bedeutet, dass man sich in der Konfession nach der jeweiligen Obrigkeit zu richten hatte) angepasst ist. Die Erlösungsbotschaft ist durch einen als Fisch (Christussynonym) geformten Baum-Ast dargestellt, das hinrichtungsinstrument ist gleichzeitig Heilinstrument.
Die Untoten II
Der Bilduntergund vermittelt farblich und strukturell Assozitationen an mumifizierte, verlederte Haut, an Sehnen und Venen, erstarrte Muskeln und vertrocknete Körpersäfte. Wieder gibt es den zentralen Kreuzesstamm mit der Schädeldarstellung unten. Links und rechts des Stammes sind als Collage "berühmte Köpfe" eingearbeitet, Untote im wahrsten Sinnde des Wortes, denn ihr Wirken (in Religion, politik, Kultur etc.) hat immer noch großen Einfluss auf uns heutige, noch lebende Menschen; an wen man sich erinnert, der ist nciht tot. Dass der Schädel statt der leeren Höhlen lebendige Augen hat, unterstreicht diese Botschaft.
22. November 2008
Die Erben müssen Kosten einer Beerdigung tragen (Quelle: General Anzeiger Bonn, kua)
Düsseldorf. Eine Beerdigung kostet viel Geld, meist mehrere Tausend Euro - und mitunter waren die Sympathien der Angehörigen für den Verstorbenen gar nicht so groß. Dann stellt sich die Frage, wer eigentlich zum Beispiel für die Beerdigung des verstorbenen Verwandten zahlen muss. Der Gesetzgeber hat es im Paragrafen 1968 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) deutlich formuliert: "Der Erbe trägt die Kosten der Beerdigung des Erblassers." Allerdings muss maximal so viel gezahlt werden, wie das Erbe hergibt. War der Verstorbene verschuldet, können sich Erben weigern, die Beerdigungskosten zu übernehmen. Grundsätzlich braucht sich keine Sorgen zu machen, wer das Erbe ausgeschlagen hat: In einem solchen Fall ist derjenige erst gar nicht Erbe geworden. Durch die Ausschlagung rücken Erben der gesetzlichen Reihenfolge entsprechend nach. Lässt sich kein Erbe finden, sind Unterhaltspflichtige dran. So will es Paragraf 1615, Absatz zwei des Bürgerlichen Gesetzbuches: "Im Falle des Todes des Berechtigten hat der Verpflichtete die Kosten der Beerdigung zu tragen, soweit ihre Bezahlung nicht von dem Erben zu erlangen ist."
21. November 2008
Omas Asche darf künftig nicht mehr auf dem Kamin stehen (Quelle: General Anzeiger Bonn, Korrespondent Joachim Rogge)
Paris. Omas Asche als Zierde auf dem Kamin im Wohnzimmer, Opas Urne zwischen Plunder und Gerümpel auf dem vollgestellten Speicher - mit solchen Praktiken soll auch in Frankreich künftig Schluss sein. Die Pariser Nationalversammlung ist parteiübergreifend entschlossen, den Umgang mit den Urnen fortan gesetzlich zu regeln. "Heute kann noch jeder mit der Totenasche machen, was er will", klagt Jean-Pierre Sueur, ein sozialistischer Senator, der sich seit langen Jahren als Vorkämpfer eines transparenteren Bestattungswesens profiliert. "Man findet Urnen auf Flohmärkten, in Kellern und auf Speichern." Anders als in Deutschland, wo Bestattungszwang auf Friedhöfen auch für Urnen besteht, können die Franzosen in der Tat die sterblichen Überreste ihrer Liebsten in der Landschaft, außer auf öffentlichen Wegen, im eigenen Garten verstreuen oder an x-beliebigen Stellen in den eigenen vier Wänden aufbewahren. Handlungsbedarf in dieser delikaten Frage sieht Sueur, seit auch in Frankreich die Zahl der Einäscherungen von Jahr zu Jahr steigt. "Früher war das eher ein Randphänomen", sagt der Senator. 1980 noch lag die Quote der Einäscherungen bei gerade einem Prozent. Doch inzwischen, seit die religiösen Bindungen rapide nachlassen, lassen sich schon gut ein Viertel aller verstorbenen Franzosen in Krematorien einäschern. Dass die Angehörigen anschließend mit Asche und Urne nach Hause gehen und damit machen, was sie wollen, hält Sueur für ein Unding. "Wir sind das einzige Land in Europa, wo diese Dinge so geregelt sind." Vereinzelte Kritik, die in der neuen Friedhofspflicht für Urnen einen Angriff auf die persönliche Freiheit sieht, kontert Sueur. "Niemand stellt doch auch die Bestattung eines Körpers auf einem Friedhof in Frage." Das neue Gesetz schreibt künftig vor, dass Gemeinden mit mehr als 2000 Einwohnern Urnenplätze auf den öffentlichen Friedhöfen vorhalten müssen. Allenfalls noch in "Gärten der Erinnerung", einem ausgewiesenen Flecken Wiese, soll die Asche Verstorbener künftig verstreut werden dürfen. Dem Senator geht es um Würde und Respekt. Die Asche, sagt Sueur, "das sind menschliche Überreste, die Achtung gebieten." Nicht jedem Franzosen war dies offenkundig bislang so klar.
31. Oktober 2008:
(WDR Lokalzeit, Studio Bonn, Sendung vom 31.10.2008)
An diesem Wochenende ist Allerheiligen und Allerseelen. Zeit auf den Friedhof zu gehen mit Blumen und Kerzen und an liebe Verstorbene zu denken. Zunehmend könnte das aber komplizierter werden - weil Gräber und Beerdigungen unglaublich teuer sind, lassen sich immer mehr Leute anonym beerdigen. Und schon werden neue Trends geschaffen, die genau da ansetzen: Eine Möglichkeit sind zum Beisiel Grab WGs, mehrere Familien teilen sich eine letzte Ruhestätte - und somit auch die Kosten.
Auf den ersten Blick ist es eine ganz normale Wiese. Nur vier Stehlen und ein paar Blumen weisen darauf hin, dass diese Wiese auf dem Bonner Nordfriedhof ein anonymes Grab ist. Ein Grab ohne Namen und ohne Daten. Bestatter Werner Kentrup kennt die Umstände. Seit fast 20 Jahren kümmert er sich, gemeinsam mit seiner Frau, in Bonn um die Toten und deren Hinterbliebenen. In letzter Zeit beobachtet er einen deutlichen Anstieg anonymer Bestattungen. Die Kosten für die Hinterbliebenen können je nach Umfang ganz schön hoch sein. Eine übliche Grabbestattung kostet inklusive städtischer Gebühren und Bestattungskosten ca. 5 bis 6000 Euro. Dazu die laufenden Kosten für die Grabpflege. Geld, das viele Trauernde nicht haben. Mit ca. 3000 Euro dagegen müssen sie für ein Urnenbegräbnis in einem anonymen Grab rechnen - Dann allerdings ohne Grabstein - namenlos. Für die Hinterbliebenen ist das oft nicht einfach. Und deshalb hat das Bestattungsunternehmen für ein über die Jahre verwahrlostes Grab die Patenschaft übernommen. Mittlerweile ist viel Platz geschaffen worden und heute kommt der letzte Feinschliff. 22 Franziskanerschwestern aus dem Elisabeth Krankenhaus wurden dort begraben. Der Stadt Bonn fehlte die Zeit und das Geld für die Pflege. Die Patenschaft ist für die Schwestern ein Segen. Fremde Menschen zusammen in einem Grab. So etwas wird es in Zukunft wohl häufiger geben. Die Stadt Hennef plant auf dem Friedhof steinstraße bis Ende nächsten Jahres aus drei alten Gräbern 25 Urnengräber zu machen. Sozusagen eine Grab-WG. Egal, ob in Hennef, auf dem Bonner Südfriedhof oder anders wo in der Region: Diejenigen, die sonst namenlos auf einer Wiese begraben würden, bekommen so in Zukunft ein Grab, eine Inschrift und damit eine würdevolle letzte Ruhestätte.
29. September 2008:
Das Bestatterehepaar Editha und Werner Kentrup übernehmen von der Bundesstadt Bonn die Patenschaft über die denkmalwerte Grabstätte der Franziskanerinnen des St. Elisabeth-Krankenhauses auf dem Bonner Südfriedhof. Das Gemeinschaftsgrab wird nach gärtnerischer Instandsetzung auch für zukünftige Urnenbeisetzungen zur Verfügung stehen: als Alternative zur einer anonymen Bestattung.
28. September 2008:
Der Bezirksbürgermeister von Bonn-Beuel, Herr Wolfgang Hürter, überreicht dem Bestattungshaus einen Sonderpreis zum Schaufensterwettbewerb des Internationalen Beethovenfestes 2008. Dem bürgerschaftlichen Engagement wird Dank und besondere Anerkennung ausgesprochen.
September 2008:
(Verlagsbeilage des General-Anzeigers zum Bürgerfest in Beuel)
Mehr als nur Beerdigen / Ausbildung zur Bestattungsfachkraft
Beuel-Mitte. "Wir waren im Krematorium, haben eine Freigabe bei der Kripo eingeholt und sind dann zur Gerichtsmedizin gefahren", erzählt Juliane Fries. Gleich an ihrem ersten Arbeitstag hat die angehende Bestattungsfachkraft beim Bestattungshaus Hebenstreit & Kentrup ein volles Programm. "Das war schon immer mein Traumberuf", erklärt die 20-Jährige. Da Bestatter ein freier Beruf ist, ist die Ausbildung keine Pflicht. "Sie ist allerdings wichtig als Qualitätsmerkmal. Es gibt nämlich auch schwarze Schafe in der Branche", sagt Inhaber Werner Kentrup. Als Bestatter geht es keineswegs darum, einen Verstorbenen von A nach B zu fahren und dann zu beerdigen. "Was diesen Beruf so spannend macht, sind die vielfältigen Aufgaben: Büro- und Außendienst, Ankleiden, hygienische Versorgung, Beratung, Organisieren", sagt Inhaber Werner Kentrup. Dazu gehört natürlich auch die Zeremonie beim Abschiedsritual im Haus und die Bestattung auf dem Friedhof. Dabei kommt es immer darauf an, die kulrurellen und persönlichen Hintergründe zu beachten. Zu klären gilt etwa, wie der Trauerzug angeordnet wird, mit Fahne bei Mitgliedern von Vereinen oder mit Kränzen voran. Ein weiteres Vorurteil ist auch, dass man nur mit Toten zu tun hat. "Man hat zu 80 Prozent mit der Familie zu tun", sagt Kentrup. Deswegen hat Kentrup bei der Auswahl der Auszubildenden ganz genau darauf geachtet, dass der Bewerber passt. "Wir hatten 250 Bewerbungen", zählt Kentrup auf. "Wir haben viele ungeeignete Bewerber direkt aussortiert. Ganz wichtig war, dass damit keine eigene Trauer verarbeitet wird und die Bewerber nicht zu jung sind", nennt Mitinhaberin Editha Kentrup-Bentzien einige Kriterien. "Bei Frau Fries hat einfach die Chemie gestimmt." Deswegen ist die gelernte Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte auch extra aus Flensburg nach Bonn gezogen. In ihrer Freizeit spielt sie Football, geht ins Kino und mit Freunden ins Café. Musikalisch steht Frau Fries auf Britpop und deutschen Rock wie die Sportfreunde Stiller, wie ein normaler junger Mensch und nicht, wie es Vorurteile sagen, auf dunkle Grufti-Musik. Jetzt muss sie aber wieder los, es steht noch ein Abschiedsritual an.
August 2008:
(Vorbereitung zur Zertifizierung gemäß DIN ISO 9001:2000, Qualitätsmanagement)
Auditierung durch die Prüfer des Bundesverbandes der Deutschen Bestatter e.V. und durch LAG Intercert / TÜV Rheinland
Juli 2008: Prüfung zur Bestattungsfachkraft
Unser Auszubildender Florian Büscher hat die Prüfung zur Bestattungsfachkraft nach 3-jähriger Ausbildung erfolgreich absolviert. Herzlichen Glückwunsch.
Juni 2008: TOP-Magazin Bonn (Ausgabe 2 / Sommer 2008) zur Kunstausstellung im Bestattungshaus:
Die Konfrontation mit dem Ende eines Lebens ist ein Thema, dem sich die Menschen eher vorsichtig als rechtzeitig nähern. Wenn das Unvermeidliche aber dann geschehen ist, möchten sich die Hinterbliebenen im Umgang mit dem Tod geborgen fühlen und geben sich in die Hände eines Bestattungshauses, dem sie vertrauen.
IN GUTEN ZEITEN KENNEN LERNEN . . .
Um den Menschen die Schwellenangst zu nehmen, hat sich das Bestattungshaus Hebenstreit & Kentrup etwas ganz Besonderes einfallen lassen: in den Ausstellungsräumen präsentierten sie eine Kunstausstellung mit Werken von Fritz Küchle und Leif-Erik Voss. Der Ort, an dem sich verschiedene Welten treffen, bildete eine Kulisse der Gegensätze, wie sie sich auch in den Exponanten der beiden Künstler augenfällig widerspiegelt. Hier gewaltige Farbfelder und dort zarte und zerbrechliche Figuren - Gegensätze, wie sie das Leben und der Tod nicht eindrucksvoller beschreiben könnten. Ein Teil des Verkaufserlöses der Ausstellung und der Inhalt eines zu diesem Zweck aufgestellten Sparschweins ging an die "Hannah Stiftung - gegen sexuelle Gewalt" (www.hannah-stiftung.de). Die Trauerbegleiterin und Trauerrednerin Editha Kentrup-Bentzien und ihr Mann, Bestattermeister Werner Kentrup wollten mit dieser Ausstellung und dem get-together bei Sekt und Jazz ein Zeichen dafür setzen, dass der Umgang mit dem Tod zu Lebzeiten kein Tabu sein muss. Zum einen schufen die beiden mit ihrer Aktion eine eindrucksvolle Plattform für die Künstler, zum anderen diente dieser Ausstellungstag der Vermarktung einer Enttabuisierung des Themas und nicht zuletzt kam ein bedeutender Betrag aus den Erlösen für die Hannah-Stiftung zustande. Als renommiertes Unternehmerpaar legen Editha und Werner Kentrup größten Wert auf den pietätvollen Umgang mit den Verstorbenen, genau so, wie auch auf die Trauerbegleitung der Hinterbliebenen nach der Bestattung. In ihrer Arbeit steckt Herzblut und ihre Mitarbeiter sind entsprechend geschult. Mit dem Umzug des Bonner Traditions-Bestattungshauses (seit 1855) in die ehemalige palästinensische Botschaft nahe der Reuterbrücke konnte ein sehr repräsentatives Objekt bezogen werden. Die Räume sind großzügig geschnitten, zu allen Seiten mit Fenstern versehen und behindertengerecht ausgestattet. Ein würdevoller letzter Gang im irdischen Leben..